Die Sucht nach Zucker und Weißmehl besiegen – die besten Tipps und Tricks

Viele Menschen, die den Kampf gegen die Diäten wieder und wieder verlieren, ahnen es bereits: Zucker und Weißmehlprodukte besitzen das Potenzial, uns süchtig zu machen. Doch wie kann man die Zuckersucht überwinden? Im heutigen Artikel stellen wir Ihnen ein 10-Wochen-Programm vor, das allerdings nichts für schwache Nerven ist. Wer wirklich aus dem Teufelskreis aussteigen möchte, muss einiges investieren.

 

Süchtig nach Süßem?

Tipps aus dem Buch von Inke Jochims

Einige Menschen kommen mit Zucker gut klar, während andere nach dem Genuss von zwei Tafeln Schokolade verzweifeln, dass sie es wieder nicht geschafft haben. Genau wie beim Alkohol so gibt es auch beim Zucker Menschen, die leicht süchtig werden und andere, die mit dem „Stoff“ problemlos umgehen können.

Wie kann man die Zuckersucht in den Griff bekommen? Inke Jochims schlägt dazu ein 10-Wochen-Programm vor. Jede Woche beschäftigt man sich mit einem Thema. Zusätzlich gibt es wöchentlich Tipps, wie man den Zuckerkonsum nach und nach reduzieren kann. Außerdem werden Handlungs- und Aktivierungsübungen vorgestellt (Details dazu im Buch). Nach zehn Wochen soll es dann funktionieren – ein Leben ohne Zucker.

In 10 Wochen aus der Zuckersucht aussteigen

  1. In der ersten Woche verzichten Sie auf Kaffee. Kaffee ist ein chemischer Stressor, der den Blutzuckerspiegel ungünstig beeinflusst. Einen Artikel zu den negativen Auswirkungen von Koffein finden Sie hier. Meiden Sie ab sofort zuckerhaltige Saucen wie Ketchup und lesen Sie die Etiketten. Kaufen Sie keine Lebensmittel mehr mit zugesetztem Zucker.
  2. In der zweiten Woche etablieren Sie gesunde Frühstücksgewohnheiten. Achten Sie darauf, dass Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate enthalten sind. Günstig sind selbstgemachter Quark mit Obst oder ein Vollkornbrötchen mit Fisch, Huhn oder Käse. Verabschieden Sie sich in dieser Woche von Obstsäften und ergänzen Sie bei jeder Mahlzeit wenigstens etwas Eiweiß.
  3. Ab der dritten Woche verzichten Sie auf Alkohol. Viele Alkoholiker sind im Grunde zuckersüchtig, wenn sie zu den stark zuckerhaltigen Getränken greifen. Nicht ohne Grund wird Bier auch als flüssiges Brot bezeichnet. Trinken Sie jeden Tag zwei Liter Wasser oder Kräutertee. Achten Sie auf Salatsaucen. Diese sind häufig so stark mit Zucker angereichert, dass man sie im Grunde als Süßigkeiten betrachten muss.
  4. In der vierten Woche gehen Sie das Mittagessen an. Achten Sie auf ausgewogene Mahlzeiten mit etwa gleich viel Eiweiß, Fetten und Kohlenhydraten. Pasta mit Tomatensauce wäre z.B. sehr ungeeignet. Essen Sie bei Süßhunger Obst. Kaufen Sie keine fettreduzierten Produkte, die sind häufig mit Zucker angereichert.
  5. In der fünften Woche achten Sie auf gesunde Fette. Werfen Sie die Margarine weg, die enthält schädliche Transfette und ist ein Kunstprodukt. Kochen Sie  mit kaltgepresstem Olivenöl oder Kokusnussöl. Salate bereiten Sie mit Leinöl, Hanföl, Rapsöl oder Walnussöl zu. Fertiges Müsli ist kein gesundes Frühstück, sondern ein Dessert. Kaufen Sie zuckerfreie Varianten und streuen Sie Nüsse darüber (Eiweiß und Fett).
  6. In der sechsten Woche kümmern Sie sich um das Abendessen. Ein Dampfgarer hilft, genügend Gemüse zu essen. Abends essen Sie weniger Kohlenhydrate als tagsüber. Achten Sie bei Wurst auf den Zuckergehalt. Sogar Schinken enthält häufig Zucker in Form von Maltodextrin.
  7. Ab der siebten Woche führen sie einen neuen Nachmittagssnack ein. Statt Schokolade gibt es Obst, Gemüse oder ein Vollkornbrötchen. Quark, mit Leinöl vermischt, ist ein leckerer Dip zum Gemüse. Bohnen und Erbsen sind günstig, da sie langsam verstoffwechselt werden.
  8. Ab der achten Woche verzichten Sie auf Kuchen, Zuckergetränke, Eis und Süßigkeiten. Durch die bisherigen Maßnahmen, die alle darauf ausgelegt sind, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren, sollte Ihnen dies jetzt leichter fallen als vorher.
  9. In der neunten Woche überlegen Sie sich, wie Sie auf Einladungen reagieren. Weihen Sie Ihre Freunde ein, wenn Sie zum Kaffee eingeladen sind. In manchen Situationen können Sie nicht auf Süßes verzichten, ohne den Gastgeber zu verletzen. Genießen Sie dann ohne Reue und kehren Sie danach zu Ihrem Programm zurück.
  10. In der zehnten Woche lassen Sie das Programm noch einmal Revue passieren. Waren Sie erfolgreich? Ist es schwergefallen? Überlegen Sie auch, wie Sie in Zukunft bei Rückfällen reagieren. Betrachten Sie einen Rückfall besser als Vorfall.

Viele weitere Tipps und ausführliche Erklärungen zum Thema Zuckersucht finden Sie im Ratgeber „Süchtig nach Süßem?: So schaffen Sie den Ausstieg aus der Zuckersucht“ von Inke Jochims.

Süchtig nach Süßem?: So schaffen Sie den Ausstieg aus der Zuckersucht  Ratgeber von Inke Jochims: Zuckersucht? Für viele Ärzte und Ernährungswissenschaftler ist das nach wie vor kein Thema. Zuckersüchtige werden daher häufig als essgestört etikettiert, was sie aber meist nicht sind. Sie haben kein Problem mit dem Essen, sie haben ein Problem mit Zucker oder Weißmehl, häufig in Kombination mit Fett. Dieses Buch nennt das Problem beim Namen. Zucker und Fett, also Schokolade, Torte, Pizza etc. können süchtig machen und wirken im Gehirn wie eine Droge. Aber wie steigt man aus? Die Lösung liegt in einer typgerechten Ernährung, die im Buch ausführlich dargestellt wird. Auch der Hintergrund der Zuckersucht, der Mangel an bestimmten Botenstoffen im Gehirn und die Auswirkungen auf das Essverhalten werden leicht verständlich erklärt. Ein 10-Wochen Programm mit vielen Ratschlägen und Tipps hilft Schritt für Schritt die Sucht zu überwinden! (26 Rezensionen, 128 Seiten) hier kaufen!

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