Besser Entscheidungen treffen

Wir treffen andauernd Entscheidungen, große wie kleine. Was haben Sie heute Morgen gefrühstückt? Werden Sie sich auf die ausgeschriebene Stelle bewerben? Keine Entscheidung zu treffen ist ebenfalls eine Entscheidung. Lesen Sie im heutigen Tipp, wie Sie leichter und besser Entscheidungen treffen.

 

Besser Entscheidungen treffen

Tipps aus dem Buch von Lukas Niederberger

Dumme und Gescheite unterscheiden sich dadurch, dass der Dumme immer dieselben Fehler macht und der Gescheite immer neue.
(Kurt Tucholsky)

Mögen hätt’ i scho woll’n, nur dürf’n hob i mi net getraut.
(Karl Valentin)

Rot oder grün?

Entscheiden ist manchmal schwer. Daher wählen viele Menschen die Nichtentscheidung. Lieber über die Arbeit klagen, statt das Risiko einer Jobsuche eingehen. Die Anmeldung einer Prüfung zu spät abgeben oder erst gar nicht in Erwägung ziehen.

Egal, wie wir entscheiden, manchmal bereuen wir hinterher. Die Königstochter wünscht sich erst dann den König Drosselbart, als sie mit dem armen Bettler verheiratet wurde. Vorher waren alle Kandidaten nicht gut genug. Hinterher ist man schlauer, und dies ist das erste Problem beim Entscheiden: Es stehen uns nicht alle Informationen zur Verfügung. Wir entscheiden aus der Unsicherheit heraus.

Wir möchten rational und weise entscheiden. In der Realität entscheiden wir häufig spontan und emotional. Dies macht sich das Neuromarketing zu Nutze. Würden wir jede Entscheidung im Supermarkt bewusst treffen und neu abwägen, wir kämen kaum vor Ladenschluss an die Kasse. Also kaufen wir das, was wir letzte Woche auch gekauft haben und lassen uns zusätzlich von Angeboten und Sonderaufstellern verführen, etwas Neues zu probieren.

Die Verhaltensökonomie teilt uns in vier Untertypen auf:

Die Autopiloten kaufen das, was sie immer kaufen, gerade bei Produkten des täglichen Bedarfs. Die Vielfaltsuchenden probieren gerne neue Geschmacksrichtungen und Variationen des Bekannten aus. Die Buzz-Typen sind empfänglich für stimulierende Werbung. Der Schnäppchenjäger hält Ausschau nach Sonderangeboten.

Unternehmen nutzen unsere Schwächen geschickt aus. Im Supermarkt finden Sie Produkte in verschiedenen Preisklassen. Entscheiden wir uns zwischen einer günstigen und einer teuren Tomatensauce, so wählen die meisten Menschen das günstige Produkt. Steht jedoch noch ein hochpreisigeres Produkt daneben, kaufen mehr Menschen das jetzt mittelteure Produkt. Für den Schnäppchenjäger gibt es spezielle Etiketten, die suggerieren, dass das Produkt bereits zweimal im Preis gesenkt wurde. Wir schlagen zu und vergessen, dass dieses Etikett nicht mal der Wahrheit entsprechen muss.

Entscheidungen werden grundsätzlich besser, wenn wir über mehr Information verfügen. Das Sammeln von Informationen kostet uns jedoch Zeit. Auch hier muss man wieder abwägen. Die Entscheidung auf den letzten Drücker hat jedoch durchaus auch Vorteile, denn wir sind zu dem Zeitpunkt schlauer – jedenfalls dann, wenn wir recherchiert haben.

Es gibt verschiedene Methoden, mit denen man seine Entscheidungen verbessern kann. Eine davon ist die Methode des Seitenwechsels. Hier stellen Sie drei Stühle auf und betrachten Ihre Entscheidung aus drei Perspektiven. Der erste Platz steht für den den Visions- und Träumer-Typ, der zweite für den rationalen Realisten und der dritte ist für den kritischen Gegenspieler. So können sie Ihre Entscheidung aus verschiedenen Perspektiven beleuchten.

Diese und viele weitere Tipps finden Sie im Ratgeber „Am liebsten beides: Wie man gute Entscheidungen trifft“ von Lukas Niederberger.

Am liebsten beides: Wie man gute Entscheidungen trifft:  Ratgeber von Lukas Niederberger: Geht es im Sommer in die Berge oder ans Meer? Bewerbe ich mich auf die neue Stelle oder bleibe ich am alten Arbeitsplatz? Will ich eine Familie gründen oder nicht? Vor allem weitreichende Entscheidungen zwingen uns, äußere Gegebenheiten zu beurteilen, uns unserer eigenen Ziele bewusst zu werden, Unsicherheiten auszuhalten oder Risiken einzugehen. Denn gute Entscheidungen verlangen den Blick nach außen und nach innen.
Lukas Niederberger zeigt, wie Entscheidungsprozesse gelingen können. Er erläutert neurologische und psychologische Zusammenhänge, vermittelt nützliche Werkzeuge und bietet hilfreiche Unterstützung, das eigene Entscheidungsverhalten besser kennenzulernen. Damit die Wahl nicht zur Qual, sondern zur Möglichkeit wird, das eigene Leben bewusst, lustvoll und selbstbestimmt in die Hand zu nehmen. (192 Normseiten) hier kaufen!

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