Mit Mentaltechniken zur Traumfigur

Nach Festtagen wie Weihnachten oder Ostern ist der Wunsch, endlich die störenden Kilos abzunehmen, wieder bei vielen Menschen präsent. Doch wie kann man die psychologischen Hürden auf dem Weg zum Ziel meistern? Im heutigen Artikel gibt es Tipps, wie sie mental auf Kurs bleiben.

 

Abnehmen mit psychologischer Unterstützung

Tipps aus dem Buch von Dr. Angela Fetzner

Belohnungen spornen an

Was bei Tieren und kleinen Kindern funktioniert, wirkt auch bei Erwachsenen: Belohnungen – und hier ist jetzt freilich nicht Essen als Belohnung gemeint – spornen ungeheuer an, ein gesetztes Ziel zu erreichen und Vorsätze auch wirklich in die Tat umzusetzen. Beim Abnehmen bedeutet dies: Immer wenn Sie Ihrem Traumgewicht ein kleines Stückchen näher gerückt sind, sollten Sie sich selbst eine kleine Freude bereiten.
Je nach persönlichen Vorlieben und Geschmack können Sie sich beispielsweise jedes Mal, wenn Sie eine bestimmte Hürde genommen haben – z. B. zwei Kilo an Gewicht verloren haben – wahlweise eine schöne Kosmetikbehandlung oder einen Wellnesstag gönnen oder auch ein neues Paar schicker Schuhe kaufen.
Wenn Sie gar eine 5 Kilo-Hürde gemeistert haben, darf die Belohnung ruhig auch etwas größer ausfallen. Jetzt ist es an der Zeit, sich ein neues Kleid zu leisten. Ein Kleid, das zuvor gar nicht gepasst hätte oder aber an allen Ecken und Enden gezwickt hätte. Jetzt dürfen Sie sich freuen, denn das neue Kleid sitzt wie angegossen.

Nein sagen lernen

Kaum dass man zu Hause gefrühstückt und auf der Arbeit angekommen ist, schleppt die Kollegin ihren Picknickkorb mit Unmengen von belegten Brötchen, Kartoffelsalat und Frikadellen an. Freudestrahlend verkündet sie uns, dass sie ihren Geburtstag mit uns nachfeiern will.
Eigentlich noch pappsatt vom Frühstück, will man schon ablehnend die Hände ausstrecken – aber man will ja kein Spielverderber sein, also macht man gute Miene zum bösen Spiel und zwängt sich mal eben zwei belegte Brötchen rein.
Am Nachmittag bringt eine andere Kollegin ihren selbstgebackenen Kuchen mit. Man ist gerade dabei, dankend abzuwinken, sieht dann aber erschrocken das beleidigte Gesicht der Kollegin, die ihre vortrefflichen Backkünste gelobt haben möchte – und ehe man sich versehen hat, besinnt man sich eines Besseren und schluckt die Kröte, in diesem Fall den hausgemachten Kuchen.
Gegen Abend rückt die nächste Kollegin mit Schnaps samt dazugehörigen Gläschen für die ganze Mannschaft an. Anders hält man den Chef doch gar nicht mehr aus, den kann man nur noch im Suff ertragen, rechtfertigt sie ihr Vorhaben vor Feierabend. Und aus einer Runde Schnaps wird gleich noch eine und dann noch eine dritte, man will sich schließlich der Gemeinschaft mit den Kolleginnen und der Verschwörung gegen den unliebsamen Chef nicht entziehen – und auf ex wird das nächste Gläschen geleert.
Die Arbeitswoche ist zu Ende, man ist bei der Schwiegermutter zum Mittagessen eingeladen. Einen Teller hat man schon geschafft – man hat sich fest vorgenommen, es bei einem Teller zu belassen – da lädt die Schwiegermutter schon voller Eifer und ungefragt die nächste Portion auf. Man will protestieren, die Schwiegermutter gibt sich enttäuscht – und überhaupt muss alles gegessen werden, sie kann doch das ganze Essen nicht aufheben.Insgeheim kommt man sich wie ein Müllschlucker vor, der bei solch sonntäglichen Gelagen die Resteverwertung übernehmen soll. Wer von uns kennt nicht solche Situationen, in welche man unfreiwillig in regelmäßigen Abständen gerät.
Situationen, in denen man eigentlich gar nichts (mehr) essen will, aber regelrecht dazu genötigt wird, sich gegen allen Appetit und wider jeder Vernunft, irgendwelche unliebsamen Speisen reinzuwürgen – nur um des lieben Friedens willen. Schließlich hat man schon als Kind gelernt, Angebotenes höflich und dankend anzunehmen – abzulehnen wäre ein Affront für jeden „Schenkenden“.  Wie soll man aber Gewicht verlieren, bei solch einer Einstellung, werden Sie zu Recht sagen. Also besteht auch hier Handlungsbedarf. Lernen Sie, höflich, aber entschlossen „Nein“ zu sagen – und begründen Sie Ihre Entscheidung gerne damit, dass Sie abnehmen möchten oder einfach, dass Sie keinen Appetit haben.

Sollten Ihre Worte keine Wirkung zeigen und Ihre Schwiegermutter lädt nichtsdestotrotz Klöße und Schweinebraten auf Ihren Teller – lassen Sie die Gerichte einfach stehen und überlassen Sie diese ihrem Schicksal. Aus die Maus.

Neue Wege entstehen, indem man sie geht

Essen bei zu viel Stress, Süßigkeiten als Trost oder Belohnung – wie wir gesehen haben, scheitern sehr viele Abnehmwillige in ihrem Vorhaben nicht etwa nur an zu reichlichem Essen, sondern auch oder gerade an eingefleischten Verhaltensweisen und Denkmustern, die sich im Laufe der Zeit ganz unbemerkt ins Leben eingeschlichen haben und die sich teilweise so stark verselbständigt haben, dass man dies oft gar nicht mehr bemerkt. Übergewicht ist also durchaus auch ein psychologisches Problem, das aus einem Netz von schlechten Gewohnheiten besteht.
Dieses Geflecht von verinnerlichten Verhaltens- und Denkmustern, in dem wir gefangen sind wie Insekten im Eis, muss aufgebrochen werden und neue Wege beschritten werden.
Problematisch hierbei ist, dass gerade regelmäßige Essgewohnheiten häufig sehr stark verfestigt sind. Dies soll uns jedoch nicht daran hindern, zu neuen Ufern aufzubrechen. Ein schönes Zitat von Seneca kann dabei Hilfestellung geben: Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
Schöner kann man es nicht ausdrücken, dass es nur ein wenig Mut bedarf, den alten Trott und die ausgetretenen Wege zu verlassen und Neues auszuprobieren. Den ersten Schritt haben Sie bereits gemacht. Denn wer an den Spiegel tritt, um sich zu ändern, der hat sich bereits geändert.

Viele weitere Tipps und konkrete Fallbeispiele finden Sie im Ratgeber „Mit mentaler Kraft zur Traumfigur“ von Dr. Angela Fetzner.

Mit mentaler Kraft zur Traumfigur  Ratgeber von Dr. Angela Fetzner: Sehr viele Abnehmwillige scheitern in ihrem Vorhaben nicht etwa nur an zu reichlichem Essen oder zu wenig Bewegung, sondern auch oder gerade an eingefleischten Verhaltensweisen und Denkmustern, die sich im Laufe der Zeit ganz unbemerkt ins Leben eingeschlichen haben und die sich teilweise so stark verselbständigt haben, dass man dies oft gar nicht mehr bemerkt. Übergewicht ist in den meisten Fällen das Ergebnis von vielen Faktoren – man darf nicht nur die Ernährung infrage stellen, sondern auch die eigenen Lebensgewohnheiten sollten auf den Prüfstand gestellt werden. In diesem Buch geht es vor allem um falsche Gewohnheiten, Stress und seelische Hintergründe als Ursache von Übergewicht – und es zeigt Ihnen, wie Sie die ausgetretenen Pfade der täglichen Gewohnheiten verlassen und neue Wege beschreiten. Weiter finden Sie in diesem Ratgeber viele praktische Tipps zu Ernährung und Bewegung. (11 Rezensionen, 4,9 Sterne, 118 Normseiten) hier kaufen!

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