Tipps gegen Aufschieberitis

Wer kennt das nicht? Die Steuererklärung könnte schon längst erledigt sein, die Postablage quillt über und eigentlich wollte man dies oder jenes schon längst erledigt haben. Heute geht es darum, wie Sie das lästige Aufschieben vermeiden oder wie Sie es sogar für sich nutzen. Dabei gehen die beiden Autoren Sascha Lobo und Kathrin Passig durchaus kreativ vor – der ein oder andere Tipp ist eher zum Schmunzeln geeignet.

Dinge geregelt kriegen

Tipps aus dem Buch von Kathrin Passig und Sascha Lobo

Prokrastinations-Judo

Hat man eine arbeitsverhindernde Beschäftigung ausgemacht, dann erschwert man diese künstlich, bis das Gleichgewicht hergestellt ist. Wer verhindern will, während der Arbeit fernzusehen oder ein Nickerchen zu machen, der bewegt sich an einen Ort, wo Bett oder Fernseher nicht vorhanden sind, in eine Bibliothek oder in ein Café. Ein kurioser Tipp aus einem Forum: Sich mit allem Notwendigen für 5 Stunden ins Arbeitszimmer einschließen (ohne Ablenkungen) und die Hose ausziehen, in eine Tüte stecken und zuknoten. Wer dann Ablenkung möchte, benötigt Zeit, um das Zimmer zu verlassen und entscheidet sich vielleicht, einfach weiterzuarbeiten, bis die 5 Stunden vorbei sind.

Impulskontrolle trainieren

Eine Aufgabe erledigen, statt einem kurzweiligen Vergnügen nachzugehen, kann man trainieren. Dabei scheinen sich Übungen aus einzelnen Bereichen auf andere Bereiche zu übertragen. Dies können Sie nutzen, indem Sie nicht gleich das Sportprogramm angehen und die Ernährung umstellen, sondern sich vornehmen, eine Kleinigkeit konsequent zu verändern und das zwei Wochen lang durchzuhalten. Dies könnte sein, beim Türöffnen oder Zähneputzen die schwache Hand einzusetzen, oder auf eine bestimmte Angewohnheit zu verzichten.

Outsourcing – Dinge an andere Menschen abgeben

Man kann ungeliebte Dinge einfach an andere Menschen abgeben. Das klassische Beispiel ist die Steuererklärung (Steuerberater, Lohnsteuerhilfeverein) oder das Einstellen einer Reinigungskraft. Sie können jede andere Aufgabe abgeben, wenn das Ihnen mehr hilft. Wer gerne putzt, stellt vielleicht lieber eine Köchin ein. Wer kein Geld ausgeben möchte, bildet mit einem anderen Aufschieber ein Prokrastinations-Tandem. Dann erledigt man gegenseitig die ungeliebten Aufgaben füreinander.

Mehr gute Tipps gegen Aufschieberitis finden Sie im Ratgeber „Dinge geregelt kriegen“ von Kathrin Passig und Sascha Lobo!

Dinge geregelt kriegen – ohne einen Funken Selbstdisziplin Fast jeder neigt dazu, Aufgaben vor sich herzuschieben. Inzwischen gibt es sogar ein eigenes Wort dafür: «Prokrastination». Und für all jene, die darunter leiden, gibt es dieses Buch. Es zeigt, wie man sich dem Druck endloser To-do-Listen entziehen kann und die Dinge trotzdem in den Griff bekommt – ohne das schlechte Gewissen, das all die E-Mails, Anfragen, Aufträge, Pläne und Verpflichtungen uns ständig machen wollen, und ohne sich mit Tricks und Kniffen selbst zu überlisten. (4 Sterne, 61 Rezensionen) (288 Normseiten) hier kaufen!


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