Neinsagen zum Chef oder Vorgesetzten

Richtig Neinsagen – dieser Tipp war bei unseren Lesern sehr beliebt, handelt es sich doch um ein Problem, mit dem wir immer wieder konfrontiert sind. Darum gibt es heute einen ergänzenden Tipp von Siegbert Scheuermann: Wie sagen Sie nein zu Ihrem Chef, wenn es notwendig oder angebracht ist? Sollten Sie überhaupt nein sagen? Was tun?

Nein zum Chef?

Tipps von Siegbert Scheuermann

Eine Form des „Neinsagens“ gegenüber unseren ChefInnen

Eine Situation, die etwas heikel ist –
unsere ChefIn drückt uns ständig neue, zusätzliche Aufgaben in die bereits ausgelastete Planung. Erst einmal – Kompliment. Das machen Chefs meist nur bei guten Mitarbeitern, denen sie die wunschgemäße Erledigung auch zutrauen. Leider führt das in der Praxis häufig dazu, dass die Besten in die Überlastung driften, während sich die Pflaumen einen Lenz machen und Spezialisten darin werden, beschäftigt zu tun.

Vorweg – der/die/das Chef darf das. Hier ist unser Job nicht, “Nein” zu sagen, außer wir sind dieses Jobs überdrüssig und brauchen auch kein gutes Zeugnis, weil wir uns anschließend selbstständig machen.

Was wir an dieser Stelle tun können ist – “Ja, und …” zu sagen.

Wir beginnen:
1. Mit einer positiven Unterstellung
Ich bin sicher, die Sache ist sehr wichtig und dringend. (kurze Pause, vielleicht kommt jetzt eine Abschwächung oder zeitliche Verlagerung)

2. Eine klare Aussage über Befindlichkeit / Ich-Botschaft
Sie wissen, wenn das für Sie oberste Priorität hat, schiebe ich etwas anderes nach hinten.

3. Frage nach der Lösung
Ich arbeite zurzeit Projekt A, B, C. Welches möchten Sie geschoben haben?

Häufiger kommt dann die Antwort des Chefs: “Das schaffen Sie schon.” Diese psychologisch hoch geschickte und motivierende Antwort haben einige Vorgesetzte leider in ihrem Standardrepertoire.

Dann gilt es ggf. fortzufahren mit:

4. Aufzeigen der Konsequenzen zur “Motivation” des Chefs zur Vernunft:
Wir antworten dann z.B.: “Selbstverständlich würde ich das schaffen. Es gibt dann nur zwei Konsequenzen – erstens, die Qualität der Projekte leidet. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Sie das möchten, oder? (Antwort abwarten, voraussichtlich: Nein). Oder ich muss private Verpflichtungen schieben, weil meine geplante Arbeitszeit von 10 Stunden täglich für dieses Pensum nicht ausreicht – und Sie wissen, wie ungerne ich unzuverlässig bin. Wenn das aus Ihrer Sicht ausnahmsweise notwendig ist, mache ich es trotzdem. Wie entscheiden Sie sich?

Generell ist es hilfreich, bei uns übertragenen Verantwortungen/Aufgaben
– diese klar zu umreißen,
– möglichst ein konkretes Ziel zu vereinbaren,
– unsere Entscheidungskompetenzen zu klären und
– die zur Verfügung stehenden Mittel/Rahmen abzusprechen.

Diese und  weitere Tipps finden Sie im Ratgeber „Trottelfalle Nettigkeit: Wie Sie freundlich bleiben und sich trotzdem nicht ausnutzen lassen!“ von Siegbert Scheuermann.

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Der Autor im Internet
Die Inhalte sind entstanden aus persönlicher Erfahrung und der Arbeit von 25 Jahren in Verhaltens- und Kommunikationstrainings mit Tausenden von Teilnehmern. Basis sind die Artikel des Autors in seinem Blog www.hirnschrittmacher.eu.

Den ersten Tipp des Autors zum Neinsagen finden Sie HIER.

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