Kinderwunschbehandlung: Wie sie die richtige Klinik für eine künstliche Befruchtung finden

Die Gründe, weshalb ein Kinderwunsch nicht auf natürlichem Wege zustande kommen kann, sind vielfältig. Für die betroffenen Paare ist diese Situation häufig eine große Belastung. Was kommt auf sie zu, wenn sie sich für eine Kinderwunschbehandlung entscheiden? Welche Bedeutung steckt inter den vielen Begriffen, Abkürzungen und Medikamentennamen? Im heutigen Artikel geht es um die wichtigsten Fakten, die Sie zum Thema Kinderwunschbehandlung kennen sollten und wie Sie eine Klinik finden, in der Sie sich in dieser Zeit gut betreut fühlen.

 

Kinderwunsch verwirklichen

Tipps aus dem Buch von Linda Benninghoff

Die wichtigsten Begriffe rund um die künstliche Befruchtung

Wenn Sie sich zum ersten Mal mit dem Thema Kinderwunschbehandlung konfrontiert sehen, merken Sie schnell, dass eine Vielzahl von neuen Begriffen auf Sie zukommt. Vor allem die verschiedenen Behandlungsmethoden haben zum Teil Namen, die sehr abenteuerlich klingen.

  • Unter der intrauterinen Insemination (IUI) versteht der Mediziner das Einbringen von Sperma mit Hilfe eines Katheters in die Gebärmutter. Sind die Spermien zu langsam, ist diese Methode oft erfolgsversprechend.
  • IVF ist die In-vitro-Fertilisation. Der Frau werden dafür zum Zeitpunkt des Eisprungs Eizellen entnommen und zusammen mit aufbereiteten Spermien des Partners in ein Reagenzglas gegeben. Wurden Eizellen befruchtet, führt der Gynäkologe sie in die Gebärmutter ein, wo sie sich im besten Fall in die Schleimhaut einnisten.
  • ICSI, die intrazytoplasmatische Spermienjektion, geht einen Schritt weiter. Das Spermium wird hierbei in die Eizelle injiziert. Entwickelt sich die Zelle in den folgenden Stunden weiter, kann sie eingesetzt werden. Da nur maximal drei befruchtete Eizellen der Frau einzusetzen sind, können Eizellen, die die Frau im Überschuss produziert hat, eingefroren und bei einem weiteren Versuch aufgetaut sowie eingesetzt werden.
  • Beim Assisted hatching ritzt der Arzt die Hülle der befruchteten Zelle leicht an, um ihr die Einnistung zu erleichtern.
  • Bildet der Mann zu wenige Spermien, lassen sie sich aus dem Hoden beziehungsweise dem Nebenhoden in einer kleinen Operation gewinnen. Die Sprache ist dann von TESA (testikuläre Spermienextraktion) beziehungsweise MESA (mikrochirurgische epididymale Spermienaspiration).
  • Bei der Polkörperdiagnostik untersucht der Arzt die Eizelle vor der Befruchtung auf Auffälligkeiten, bei der Präimplantationsdiagnostik finden die Untersuchungen an der befruchteten Eizelle vor dem Einsetzen statt.

Die richtige Kinderwunschklinik finden

Es macht nur einen geringen Unterschied, ob es sich um eine IUI, IVF oder ICSI handelt. In jedem Fall wird aus dem romantischen und/oder leidenschaftlichen Akt ein gemeinsames Kind zu zeugen, eine hochtechnische Angelegenheit. Romantik und Leidenschaft bleiben hier leider auf der Strecke. Sie legen Ihr Glück nun in die Hände eines Gynäkologen. Es ist daher wichtig, die richtige Kinderwunschklinik zu finden.

Vielleicht kann Ihnen Ihr Gynäkologe einige Adressen von Kinderwunschkliniken oder -praxen in der näheren Umgebung nennen. Wahrscheinlich haben diese Anlaufstellen gute Statistiken. Ob Sie sich danach richten, hängt davon ab, wie wichtig Ihnen die Quoten sind. Bieten Ihnen Zahlen Sicherheit und ein gutes Gefühl, können sie im individuellen Fall hilfreich sein.

Lassen Sie sich von einer luxuriösen Ausstattung nicht blenden, sondern vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl, wenn Sie mit dem Arzt ein erstes Beratungsgespräch führen.
Wichtig ist, dass er sich Zeit für Sie nimmt und Ihre Fragen in Ruhe beantwortet. Fühlen Sie sich lediglich wie eine Nummer in der Warteschlange, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich dies auch bei den folgenden Terminen nicht ändern wird. Da Sie sich während der Behandlung einige Male von diesem Gynäkologen intim untersuchen lassen, er Sie gegebenenfalls operiert und Ihnen befruchtete Eizellen einsetzt, ist es wichtig, dass Sie sich in seiner Gegenwart wohl fühlen. Sie sollten nicht mit Abneigung zu den Terminen gehen.

Natürlich müssen Sie sich nicht auf ein einziges Beratungsgespräch in einer Kinderwunschklinik beschränken. Besuchen Sie zwei oder drei Kliniken, wenn sie sich in Ihrem Einzugsgebiet befinden. Finden Sie die richtige Klinik, werden Sie dies schon nach kurzer Zeit im Gespräch mit dem Arzt feststellen. Sie wissen plötzlich, dass dies der Ort ist, an dem Sie schwanger werden möchten – darauf kommt es an.

Viele weitere Tipps und einen ausführlichen Erfahrungsbericht finden Sie im Ratgeber „Bauchzeit: Tagebuch einer künstlichen Befruchtung“ von Linda Benninghoff.

Bauchzeit: Tagebuch einer künstlichen Befruchtung Ratgeber von Linda Benninghoff: Linda Benninghoff ist 39 Jahre alt, als sie ihren Lebensgefährten kennenlernt.
Kurz darauf stellt sich heraus, dass sie unter Endometriose leidet, einer Erkrankung der Gebärmutter.
Spielte der Kinderwunsch in ihrem Leben bisher eine untergeordnete Rolle, macht er sich plötzlich stärker bemerkbar. Aufgrund ihres Alters und der Krankheit machen ihr die Ärzte kaum Hoffnungen, auf natürlichem Wege ein Kind zu bekommen.
Ende Mai 2013 startet sie daher einen Versuch der künstlichen Befruchtung. Ihre Erfahrungen und Gedanken gibt sie in diesem Tagebuch wieder.
(77 Normseiten) hier kaufen!

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