Impulse zum Thema Kindererziehung: Fördern durch Fordern

Eltern wollen das Beste für ihre Kinder. Doch was ist das Beste? Mozart während der Schwangerschaft? Musikalische Früherziehung? Die Erfüllung aller geäußerte Wünsche? Wer seinen Kindern alles abnimmt, der bereitet sie vielleicht nicht optimal auf den rauhen Wind vor, der jedem Menschen im Laufe des Lebens irgendwann entgegen schlägt. Heute stellen wir Ihnen einige Tipps aus dem Buch von Josef Kraus vor. 

Seien Sie keine Helikopter-Eltern

Tipps aus dem Buch von Josef Kraus

Lassen Sie das Kind alleine zur Schule gehen

Im Jahr 1970 gingen noch 91% der Kinder alleine zur Schule, heute nur noch etwas die Hälfte der Kinder. Auf dem Schulweg pflegen Kinder soziale Kontakte und bewegen sich. Sie sind im Unterricht ruhiger und konzentrierter. Wer Angst vor Kinderschändern hat: Mehr als 90% aller Fälle von Kindesmissbrauch entstehen im nächsten Familienumfeld und nicht auf der Straße.

Kinder wollen und können etwas leisten

Halten Sie nicht immer allen Stress von Ihrem Nachwuchs fern. Das Kind soll zunächst seine eigenen Kräfte mobilisieren, bevor ein Erwachsener eingreift. Lernen und Erfolg benötigen Anstrengung. Wer lernt, dass seine eigenen Anstrengungen von Erfolg sind, der lernt für das ganze Leben. Die Entwöhnung von der Verwöhnung ist nicht leicht: Kinder reagieren zunächst mit erlernter Hilflosigkeit, Schmollen und Widerstand.

Vermeiden Sie Babytuning

Muss das Kleinkind schon Chinesisch lernen? Frühförderung wird heute in allen Bereichen betrieben: Sprache, Musik, sogar lesen und schreiben will man den Kleinsten beibringen. Fördern diese Maßnahmen wirklich die Entwicklung? Der Mensch neigt dazu, sich selbst und seine Kinder zu überschätzen. Eltern suchen nach Hochbegabung im Nachwuchs. Dabei tut es dem Nachwuchs so gut, wenn auch einmal Langeweile dafür sorgt, dass er seine Umgebung selbstständig erkundet, statt englische Vokabel vorgesungen zu bekommen.

Mehr gute Tipps zur Kindererziehung finden Sie im Ratgeber „Helikopter-Eltern“ von Josef Kraus!

Helikopter-Eltern: Schluss mit Förderwahn und Verwöhnung Sie spielen ihren Babys Mozart vor, bringen ihre Schulkinder bis zur Klassentür und wählen für sie die passende Uni aus: Aus Angst, etwas falsch zu machen oder zu versäumen, schweben immer mehr Eltern einer militärischen Eingreiftruppe gleich über ihren Kindern – bereit, bei den kleinsten Unwägbarkeiten herbeizustürmen und alles ins Lot zu bringen. Die Folge: Die Kinder werden unselbständig, unengagiert und maßlos anspruchsvoll. (4,5 Sterne, 9 Rezensionen) (224 Normseiten) hier kaufen!


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