E-Book-Marketing: Mit dem richtigen Pricing den finanziellen Erfolg maximieren

Wer sein E-Book veröffentlicht hat, der möchte es auch verkaufen. Der wichtigste Faktor ist hier die Preisgestaltung. Wie viel verlange ich für mein Buch? Jeder Autor muss für sich selbst entscheiden, aber man kann im Vorfeld einige Überlegungen anstellen. Im heutigen Artikel geht es um die Punkte, die Sie für eine erfolgreiche Preisgestaltung beachten sollten.

Kann ich mit meinem Buch Geld verdienen?

Tipps aus dem Buch der Siebenbücherfrau

Sie möchten aus Ihrem E-Book das Maximum herausholen? Willkommen in der Welt der Preisgestaltung!

Der Preis das mächtigste Werkzeug, das Ihnen zur Verfügung steht. Sie können den Preis jederzeit ändern, sofern Sie sich an die Buchpreisbindung halten. Je nach Anbieter und dessen Tagesform dauert das Umschalten zwischen zwei Stunden und einigen Tagen, hier erkundigen Sie sich am besten bei Mitautoren.
Je niedriger der Preis, desto mehr Leser wird das Buch finden. Je höher der Preis, desto genauer werden die Käufer nachdenken, bevor sie zuschlagen. Senken Sie den Preis, müssen Sie mehr Bücher verkaufen, um genauso viel Geld zu verdienen. Pricing ist eine komplexe Angelegenheit. Man kann verschiedene Faktoren abwägen, aber letztendlich entscheidet man aus dem Bauch heraus. 

Wovon hängt eine gute Preisgestaltung ab?

  • Größe der Zielgruppe: Angenommen, Sie haben ein Buch über ein Nischenthema verfasst. Dann ist Ihr Kundenkreis überschaubar. Bei einem niedrigen Preis sind alle Leser schnell versorgt und Sie finden keine weiteren Käufer mehr. Veröffentlichen Sie einen Thriller, so ist Ihre Zielgruppe riesengroß. Wenn Sie dann ein paar Tausend Bücher günstig oder gratis abgeben, schadet das wenig.
  • Preiserwartung des Lesers: Man muss beim Pricing nicht mit dem Strom mitschwimmen, aber man sollte bewusst entscheiden. Bei Krimis, Thrillern und Chick-Lit (Frauenromane) haben sich Preise von 2,99 Euro etabliert, einige Autoren verlangen 3,99 Euro. Haben Sie ein wirtschaftswissenschaftliches Fachbuch geschrieben, können Sie einen höheren Preis ansetzen: „Was nichts kostet, ist auch nichts!“ Ihre Zielgruppe setzt das Buch ohnehin von der Steuer ab. Sachbücher von Verlagen sind teuer, meist zahlt man zwischen acht und 20 Euro. Machen Sie sich ein Bild von der aktuellen Preissituation. Auch ein Selfpublisher kann für ein Sachbuch 3,99 bis 6,99 Euro verlangen, die meisten tun dies auch.
  • Preisstrategie des Distributors: Je nach Preis erhalten Sie unterschiedlich viel Tantiemen. Amazon hat ein Interesse daran, dass Selfpublisher ihre Preise in einem bestimmten Rahmen halten. Grundsätzlich dürfen Sie den Preis frei wählen, aber 70 Prozent Tantiemen erhalten Sie nur, wenn Sie sich für einen Bruttopreis zwischen 2,69 Euro und 9,99 Euro entscheiden. Ansonsten gibt es 35 Prozent Tantiemen. Bei der 70-Prozent-Option verlangt Amazon einen kleinen Beitrag zur Buchauslieferung, Bücher mit vielen Bildern bekommen hier noch etwas von der Marge abgezwackt.
  • Sichtbarkeit auf Amazon: Amazon ist mit Abstand der bedeutendste Anbieter für Selfpublisher. Sicher haben Sie beim Surfen über die Homepage bemerkt, dass das System andauernd Vorschläge macht, was Sie als Nächstes kaufen könnten. Dieses Vorschlagssystem wird von komplexen Algorithmen gesteuert, die im Detail natürlich geheim gehalten werden. Je häufiger Ihr Buch verkauft wird, desto sichtbarer sind Sie im System. Amazon ist Ihr Point of Sale, vergleichbar mit dem Tisch in der Buchhandlung. Wie Sie die Algorithmen optimal nutzen, erkläre ich im Kapitel zur Preis- und zur Gratisaktion im Buch.

Nicht unbedingt relevant ist, dass Sie etwas Einzigartiges schaffen. Im Marketing spricht man von der Strategie des blauen Ozeans. Nach dieser Maßgabe sollten Sie ein Umfeld wählen, das noch nicht von Mitbewerbern besetzt ist. Im roten Ozean tummeln sich viele Konkurrenten, also Haie, die Sie fressen. Es fließt Blut. Im blauen Ozean können Sie frei schwimmen. Im E-Book-Markt gilt das umgekehrte Prinzip: Bei den Haien wird das meiste Geld verdient! Leser kaufen gerne immer wieder ähnlich ein. Individuelle und einzigartige Werke profitieren von der PR-Stärke und Vertriebskraft der Verlage. Häufig reicht es aus, wenn Sie etwas schaffen, das sich von Vorhandenem in einem interessanten Punkt unterscheidet. Diese Erkenntnis ist kein Freibrief zum Kopieren. Ein erfolgreiches Buch enthält immer mindestens einen Aspekt, den es besonders macht.

Viele Insidertipps, Beispiele und ausführliche Erläuterungen für den Einstieg ins Selfpublishing finden Sie im Ratgeber „Buch und E-Book im Eigenverlag publizieren“ der Siebenbücherfrau.

Buch & E-Book im Eigenverlag publizieren: Eine Selfpublisherin teilt ihre Tipps, Tricks und Erfahrungen  Ratgeber der Siebenbücherfrau: Sie möchten ein Buch oder ein E-Book veröffentlichen? Das Publizieren im Eigenverlag ist in den letzten Jahren einfach geworden. Heute kann man ohne Vorinvestitionen zum eigenen Buch kommen – wenn man weiß, wie es geht! Genau hier möchte dieser Ratgeber Sie unterstützen. Sie lernen die verschiedenen Wege zum eigenen Buch kennen und werden auf mögliche Fehler und Fallstricke aufmerksam gemacht. Wer neu ist in der Welt des Selbstverlegens, der wird in diesem Buch eine umfassende Anleitung vorfinden, gespickt mit Erfahrungen aus einem Jahr Vollzeit-Selfpublishing.  Hier kaufen!

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