Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Was haben Zucker und Weizen gemeinsam? Wenn wir einmal damit anfangen, möchten wir mehr davon. Und noch mehr … ein scheinbar endloser Kreislauf! Dabei kann man die Gewohnheiten des Menschen durchaus nutzen, um der Falle langfristig zu entkommen.

 

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Ein Artikel aus dem Laufblog „Laufend zum Wunschgewicht“ von Dr. Anja Dostert

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Was wir einmal bekommen, das wollen wir immer wieder. So liebt unser Gehirn den Zucker, den Zucker bedeutet schnell verfügbare Energie. Dumm nur, dass wir heute davon so viel kaufen können, wie wir möchten. So mancher von uns ist süchtig nach Zucker und viel Weißmehl. Dazu habe ich auf Ratgeber.xtme zwei Artikel geschrieben, einer über die Zuckersucht und einer über die Weizenwampe.

Das Zeug hat also das Potenzial, uns süchtig zu machen. Sucht heißt eigentlich nur, dass wir in eine Situation geraten, in der es uns permanent schwerfällt zu widerstehen. Was liegt da näher, als ein Entzug? Ich habe mir fürs neue Jahr vorgenommen, mal eine Weile auf Zucker und Weißmehl zu verzichten. Gesagt, getan. Die ersten paar Tage war das ziemlich doof, aber ich habe mich dran gewöhnt. Da ich kein Vollkornbrotfan bin, habe ich die Pellkartoffel als Grundnahrungsmittel wiederentdeckt. Ich koche einen großen Topf voll, packe die in den Kühlschrank und verarbeite die als schnellen Salat oder in einer Gemüsepfanne. Geht fix, weil die Dinger schon gar sind und ist lecker. Die ersten paar Tage waren echt doof, weil ich war mit keinem Essen so richtig zufrieden. Egal, ob der Bauch voll war, es fehlte irgendwas. Immerhin liegt gerade erst Weihnachten hinter uns, ich war also Zucker gewöhnt, wieder voll auf Stoff, sozusagen!

Die Sorge, die ich bei der Aktion hatte, war banal: Ich fürchtete um meinen Genuss. Nie mehr den süßen Schmelz von Nutella? (Ok, ich übertreibe, aber Ihr versteht, was ich meine.)

Jetzt sind fast drei Wochen rum und ich erlebe etwas faszinierendes: Ein Stück Obst schmeckt mir genauso gut und süß und lecker wie früher die Tafel Schokolade. Der Genuss ist enorm, wenn man sonst nix Süßes zwischen die Zähne bekommt! Also genieße ich jetzt im Grunde genauso oft und viel wie vorher auch. Wenn man mal von den paar Einstiegstagen absieht. Ich empfinde an anderen Lebensmitteln jetzt genauso viel Freude. Aber ich bin mir sicher, dass dieser Effekt ruckzuck verpufft ist, sobald ich zwei oder drei Tage lang wieder Schokolade genieße. Dann wird die saftige Birne plötzlich nicht mehr so lecker sein …

Also wenn man schon umstellt, dann lohnt es sich für den Genuss, wenn man längere Zeit konsequent dabei bleibt, damit das Belohnungssystem des Gehirns auch eine Chance hat, sich umzustellen. Und ich bin überzeugt, dass es für unser Hirn besser ist, wenn wir nicht „sündigen“ und zwischendurch Schokolade essen.

Wer also Angst hat, bei einem Salatblatt um den Genuss zu kommen: Ist definitiv nicht so. Durch die Gewöhnung gibt es auch ohne Zucker und Weißmehl jede Menge Genuss. Vielleicht sogar mehr als vorher. Ich hoffe, diese Erkenntnis motiviert Euch, einer neuen Ernährung eine Chance zu geben und ein paar Wochen lang konsequent dran zu bleiben!

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