Aggressionen und Wut konstruktiv nutzen

Aggressionen sind nicht gerade die beliebteste Emotion, wir sollen unsere Wut unterdrücken und nicht an anderen Menschen auslassen. Dabei bietet die vernachlässigte Emotion eine Menge Energie und damit Potenzial, das sinnvoll und produktiv genutzt werden kann. Bringen Sie mit dem heutigen Tipp etwas mehr Schärfe in Ihr Leben.

 

Von der Peperoni lernen

Tipps aus dem Buch von Jens Weidner

Die Dosis macht den Erfolg

Beim Nutzen der einenen Aggression kommt es genau wie beim Würzen eines Gerichtes auf die Dosis an: Peperoni kann einem Gericht die richtige Schärfe verleihen, man kann es jedoch auch übertreiben und das Gericht ungenießbar machen. Richtig dosiert, werden Sie im Berufsalltag über mehr Durchsetzungskraft verfügen. Aggression schenkt uns Mut, Tatkraft und Rückgrad. Wer für seine Ziele einsteht, wird von seinen Mitmenschen respektiert.

Leider besteht unser Umfeld nicht nur aus Gutmenschen, die der Autor in seinem Buch als süße Paprika bezeichnet. Die menschliche Seele beherbergt zahlreiche Schattenseiten. Wer voller Vertrauen und Naivität durch die Welt läuft, begibt sich in die Gefahr, ausgebeutet und übervorteilt zu werden. Dies resultiert nicht selten im Burn-out oder in der Depression. Mit 20 Prozent Schärfe im Leben fressen Sie Ihren Ärger nicht länger in sich hinein und können es vermeiden, in die Opferrolle zu gelangen.

Wer sich durchsetzen kann, strahlt das auch aus. Die anderen Menschen fühlen, dass Sie in einer Konfrontation bestehen können und wissen intuitiv, dass Ihre Freundlichkeit nicht mit Schwäche zu verwechseln ist.

Ein wichtiger Bestandteil der Durchsetzungsfähigkeit ist die Schlagfertigkeit. Setzen Sie sich mit den verschiedenen Möglichkeiten auseinander, man kann Schlagfertigkeit auch lernen, hier finden Sie einen Artikel zum Thema. Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist das Nein-Sagen (hier geht es zum Artikel). Wer sich damit schwertut, kann zunächst Bedenkzeit vereinbaren.

Auch Blicke können Aggressionen beinhalten. Die Person, die Sie abschätzig von oben bis unten mustert, der Mann, der dem Blick der Frau etwas zu lange begegnet und dann sofort ins Dekolletee guckt. Wehren Sie sich! Für Frauen kommt nach Ansicht des Autors der „strenge Mutterblick“ besonders gut als Abwehrmaßnahme. Statt auf den Scherz des Mannes einzugehen, guckt die Frau streng und unamüsiert. Die meisten Männer werden ein schlechtes Gewissen bekommen. Üben Sie vor dem Spiegel und rufen Sie dann den Blick in der richtigen Situation ab – und genießen das Ergebnis!

Unterscheiden Sie zwischen Aggression und Boshaftigkeit: Sie kämpfen für Ihre Interessen, streben jedoch keine Vernichtung Dritter an, demütigen den unterlegenen Gegner nicht und bleiben fair. Setzen Sie Ihre Aggressionen zum Wohle Ihres Unternehmens und zu Ihrem Wohle ein (und natürlich der Familie, dieses Buch konzentriert sich auf den beruflichen Alltag).

Wenn andere Menschen Mist bauen und von Ihnen konfrontiert werden, dann wenden Sie verschiedene Neutralisierungstechniken an. Diese sollten Sie kennen, damit Sie nicht nachher als Opfer dastehen!

  • Ablehnen der Verantwortung: Die Person behauptet, dass andere Menschen zuständig bzw. verantwortlich sind.
  • Das Leugnen des Unrechts: Die Sache wird heruntergespielt, die Person behauptet, dass das Verhalten fair und angemessen sei.
  • Die Berufung auf höhere Instanzen: Man beruft sich auf die Marktzwänge, die renditeforndernden Aktionäre oder auf die rücksichtslose Konkurrenz.
  • Abwertung des Opfers: Man gibt dem Opfer die Schuld, die Aktion ist eine gerechte Strafe.

Wendet jemand Neutralisierungstechniken an, so wird es gefährlich, sie bewegen sich auf dünnem Eis. Wappnen Sie sich innerlich gegen das, was kommt. Wer die Taktiken der anderen erkennt, kann sie leichter abwehren.

Viele weitere Tipps und konkrete Fallbeispiele finden Sie im Ratgeber „Die Peperoni-Strategie: So nutzen Sie Ihr Aggressionspotenzial konstruktiv“ von Jens Weidner.

Die Peperoni-Strategie: So nutzen Sie Ihr Aggressionspotenzial konstruktiv  Ratgeber von Jens Weidner: Wer sich heute im Berufsalltag bewähren will, braucht neben fachlicher Kompetenz und Teamfähigkeit vor allem Durchsetzungsstärke. Der renommierte Aggressionsexperte und Managementtrainer Jens Weidner zeigt, wie man die eigene Aggression im Berufsleben produktiv nutzen kann. Prof. Jens Weidner, Professor für Erziehungswissenschaften und Kriminologie an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg, entwickelte ein Anti-Aggressivitäts-Training (AAT®), mit dem in über 100 Projekten Gewalttäter behandelt werden. Seit 1994 bietet er dieses Training auch in umgekehrter Sichtweise an: für Führungskräfte, die ihre Durchsetzungsfähigkeit und ihren Biss stärken wollen.
(10 Rezensionen, 4,1 Sterne, 222 Normseiten) hier kaufen!

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